Umparkkampagne

Werden Sie Teil der Umparkkampagne im Juni 2021!

Nur Umparkende haben die Chance, die angebotene Mobilitätsvielfalt so konzentriert und intensiv in so kurzer Zeit zu erleben! Machen Sie mit!

30 Haushalte in der Region Schöneberg Nord können im Juni 2021 ihr Auto für vier Wochen abgeben und ausprobieren, ob eine Zukunft ohne privaten PKW für sie in Frage kommt. 

Voraussetzungen zur Teilnahme 

  • Sie wohnen in Schöneberg Nord
  • Sie haben ein Auto und/oder überlegen es abzuschaffen
  • Sie haben Mut und scheuen sich nicht, Ihre eigenen Verhaltensweisen zu hinterfragen und legen Wert auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Darauf können Sie sich freuen

  • Sie erhalten ein Gutscheinsortiment, mit dem Sie in jeder Situation auf das richtige Mobilitätsangebot zurückgreifen können.
  • Unterstützung durch das Team Kiez erFahren. Bei regelmäßigen Treffen können Sie sich mit anderen Umparkenden austauschen.
  • Sie können mit daran arbeiten, wie freie Parkplätze im Kiez gestaltet werden sollen.
  • bringen Sie Ihre allgemeinen Mobilitätspräferenzen, -anforderungen und -routinen in Umfragen ein.

Sie haben Fragen oder wollen sich vormerken lassen?
Dann schreiben Sie uns unter: info@kiezerfahren.berlin 

Weiterführende Informationen über die Kampagne werden auf dieser Webseite und über unsere sozialen Medien bekannt gegeben.

So war die Umparkkampagne 2020

Ergebnisse der Vor- und Nachbefragung "Umparkerkampagne" im Rahmen des Projekts Kiez erFahren, September 2020

Das Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin führte eine Vor- und eine Nachbefragung mit den Umparkenden durch. Hier eine Zusammenfassung der Ergebnisse. 

Die guten Nachrichten vorneweg
Fünf der Befragten möchten auch in Zukunft die in der Kampagne angebotenen alternativen Fortbewegungsmöglichkeiten nutzen. Acht Personen konnten sich vorstellen, ihr Auto ganz abzuschaffen.

Die Teilnehmer_innen
Insgesamt nahmen neun Personen teil – vier weibliche und fünf männliche. Alle Teilnehmenden sind zwischen 1960 und 1988 geboren und haben in der Mehrzahl einen Hochschulabschluss. Knapp die Hälfte der Teilnehmenden lebt in einem Ein-Personen-Haushalt.
Vor ihrer Teilnahme nutzten die Befragten sehr unterschiedliche Fortbewegungsmittel – allerdings kaum Carsharing, Bikesharing und – da im Bezirk nicht vorhanden – Straßenbahn. Interessant ist, dass alle Teilnehmenden bereits (eigene) Fahrräder sowie ÖV nutzten. Hier zeigt sich eine große Vertrautheit der Teilnehmenden mit Alternativen zum eigenen PKW.

Das Verhalten vor der Kampagne

Ein Großteil der Teilnehmenden nutzte das Auto bisher vor allem für Ausflüge, Reisen, Einkäufe und bei schlechtem Wetter. Es ursprünglich angeschafft wurde es aber vor allem für den Arbeitsweg, Transport für Kinder und Urlaub.

Besonders erwartungsvoll blickten die Teilnehmenden auf das Ausprobieren neuer Verkehrsmittel, mehr Bewegung und Gesundheit und die Änderung des persönlichen Mobilitätsverhaltens. Potentielle Probleme wurden bei dem Transport von großen Gegenständen und einem höheren Planungsaufwand gesehen.

Nutzung der Mobilitätsalternativen während der Kampagne
Insgesamt waren die Teilnehmenden „etwas“ (fünf) bzw. „ziemlich“ (vier) zufrieden mit den alternativen Mobilitätsangeboten, bei der Anmeldung bei den einzelnen Anbietern und der Handhabung der Apps war die Zufriedenheit etwas geringer (drei ziemlich zufrieden, sechs etwas zufrieden).
Mit der Entfernung zum nächsten verfügbaren Mobilitätsangebot waren je drei Teilnehmende sehr bzw. ziemlich zufrieden, zwei allerdings auch „sehr unzufrieden“.
ÖV wurde von allen Teilnehmenden in den vier Wochen genutzt, häufig auch stationsunabhängiges Carsharing (sechs Personen), E-Roller wurden von vier Personen genutzt – stationsbasiertes Carsharing, E-Scooter, Leihräder sowie Lastenräder wurden hingegen kaum.

Verbesserungsmöglichkeiten
Verbesserungsmöglichkeiten sahen die Teilnehmenden bei der Handhabung der Apps der Mobilanbieter sowie beim Datenschutz. Sehr zufrieden bzw. ziemlich zufrieden waren sie hingegen mit der Bedienung der alternativen Mobilitätsangebote (Ausleihen, Öffnen, Schließen, Handhabung, ggf. Betankung/Ladevorgang).
Am häufigsten wurde die Ausweitung der Geschäftsgebiete benannt– entsprechend waren fünf Teilnehmende mit der Größe der Geschäftsgebiete „ziemlich unzufrieden“. Als geeignete Größe wurde das gesamte Berliner Stadtgebiet sowie die angrenzenden Berliner Gemeinden benannt. 

Konkrete Situationen, in denen sich die Teilnehmenden ihr Auto zurückwünschten, waren:

  • Zum Transport großer Gegenstände
  • Lust auf Autofahren
  • Bedenken wegen Corona in vollen Bussen/Bahnen
  • Für lange Aufenthalte und/oder Fahrten
  • Bei wenig Zeit
  • Für Fahrten außerhalb des Geschäftsgebiets
  • ÖPNV-Streik

Diese Anbieter unterstützten die Umparkkampagne im Jahr 2020 und stellten den Teilnehmenden Gutscheine zur Verfügung.

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