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Eine Vision

Anfang September 2020
In den Quartieren Dennewitzplatz und Nollendorfplatz setzen sich 30 Personen hinter das Steuer ihres Autos.

Kurze Zeit später – ein Parkhaus irgendwo
30 Autos fahren in ein Parkhaus. 30 Personen steigen aus und geben ihre Autoschlüssel ab. Im Gegenzug erhalten sie eine Mappe. Unsicher schauen die einen, mulmig fühlen sich die anderen, Neugierde blinkt in manchen Augen: Nun sind sie Umparker_innen – Pionier_innen. Sie kehren zurück in ihre Kieze. Ungewohnt ist die Nutzung des ÖPNV für viele.

In den kommenden Tagen fällt es vielen in der Nachbarschaft auf. Die Straßen in den Kiezen sind belebter, die Straßenränder freier, auf manchen Parkplätzen tauchen Hochbeete, Spiele und Sitzgelegenheiten auf. Multimobilität hält Einzug in das Leben der Umparker_innen. Täglich erFahren sie die ihnen wohlbekannte Wege mit von ihnen bisher kaum genutzten Verkehrsmitteln. Sie gehen oder radeln eine Strecke gemeinsam, tauschen sich über ihr Leben ohne eigenes Auto aus.  

Ende September 2020
Ein Parkhaus irgendwo. Parkplätze leeren sich.

Mitte Oktober 2020
Ein Aufruf in der lokalen Presse bittet sieben Autobesitzer_innen doch ihre verwaisten Autos aus dem Parkhaus abzuholen.

Nur eine Vision? Nicht wirklich. Multimobilität beginnt jetzt – direkt vor Ihrer Haustür! Mit Ihnen! Nicht nur als Umparker_in, sondern als Beteiligte bei den diversen Veranstaltungen von Kiez erFahren. Geben Sie Ihren persönlichen Startschuss und informieren Sie sich. Seien Sie flexibel unterwegs, denn schon Ihre Eltern wussten – Teilen macht Spaß.

Stadtradeln – Nun auch als Podcast und Team Kiez erFahren Heute morgen hatte ich beim Radeln zur Arbeit den Podcast von Stadtradeln auf dem Ohr. Der Podcast ist ganz neu – bisher gibt es eine Folge, doch die war sehr
Gut zwei Jahre ist es her, da bekam ich einen Anruf von der Werkstatt: „Wir haben Ihr Auto inspiziert und es sieht nicht gut aus. Die Reparatur ist leider aufwändig und teuer. Sie beträgt gut 800 Euro.“ Schockmoment. Das kann
Zum Glück habe ich einen Nordbalkon! Aus luftiger Höhe kann ich dann im Sommer die aufgeheizte Stadt beobachten. Schweißgebadete Passantinnen, gleich daneben ein hechelnder Radfahrer, ein Auto fährt los und bläst ihnen noch mehr Hitze ins Gesicht. Alles bewegt sich

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weniger Autoverkehr durch die Maßnahmen der Corona-Krise

Jahre der Lebenszeit verbringen
Autofahrende an roten Ampeln.

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der Menschen, die während der Corona-Krise notgedrungen auf das Rad umsteigen, könnten auch danach dem Rad treu bleiben

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) im Förderstrang „Kurze Wege für den Klimaschutz“.