Home

Herzlich Willkommen!

Am 31. August 2021 endete das Projekt Kiez erFahren. 

Als Pilotprojekt des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg arbeiteten wir zwei Jahre zur lokalen Verkehrswende in Schöneberg Nord.

In verschiedenen Veranstaltungsformaten förderten wir den nachbarschaftlichen Dialog bezüglich der Verkehrs- und Mobilitätswende und stießen damit ein Umdenken bezüglich des Besitzes und Gebrauchs von privaten Autos an. Ein Kernstück unseres Projektes war die Sommerstraße Barbarossa. Außerdem führten wir zwei Mal die Umparkkampagne durch. Dabei konnten Anwohnende für vier Wochen ein Leben ohne Auto ausprobieren und erhielten im Gegenzug Gutscheine zahlreicher Mobilitätsdienstleister. Das führte zu mehr Platz auf den Straßen und einer höheren Lebensqualität im Kiez.

Das Projekt Kiez erFahren wird es auch in Zukunft – wenn auch in anderer Form – weiter geben. Wir informieren Sie über die neuen Angebote hier auf der Webseite. Schauen Sie also immer mal wieder vorbei.

Leitfaden für eine Lokale Verkehrswende

Einleitung

Das Projekt „Neue Mobilität (im Kiez) erFahren – Mit Multimodalität zu klimaneutralen und lebenswerten Stadtquartieren“ fand von September 2019 bis August 2021 in der Bezirksregion Schöneberg Nord statt.

Ziele

  • Förderung des Bürgerdialog zu den Herausforderungen des motorisierten Individualverkehrs und seinen Auswirkungen auf den öffentlichen Raum
  • Kennenlernen und Ausprobieren alternativer und nachhaltiger Mobilitätslösungen wie Fuß- und Radverkehr, öffentlicher Nahverkehr sowie von Mobilitätssharing-Angeboten
  • Erfahren der Auswirkungen einer Reduzierung des fahrenden und ruhenden Pkw-Verkehrs und die damit einhergehende Vermeidung von Emissionen, Stau, Lärm und zugeparkter Straßen
  • Impulssetzungen zu einer Verbesserung der Verkehrssituation in Schöneberg Nord, Proaktivem Klimaschutz und zur Erhöhung der Lebensqualität

Maßnahmen
Informationen, Bildung und praktische Erfahrbarkeit waren für uns die Voraussetzung, um die Veränderung des Mobilitätsverhaltens und damit den lokalen Klimaschutz zu fördern. Unsere konkreten Maßnahmen waren:

  • Eine Informations- und Bildungskampagne
  • Das Angebot alternative Mobilitäten zu erproben
  • Die Umparkerkampagne = Mobilität ohne eigenes Auto erFahren
  • Die Neu-Nutzung des öffentlichen Raums zu erdenken und zu gestalten

Leitfaden
In diesem Leitfaden beschreiben wir unsere Vorgehensweise, stellen Checklisten ein, zeigen Schwierigkeiten auf, ziehen unser Fazit und möchten in eine Diskussion mit anderen Akteur*innen eintreten. Wir werden im Laufe des Dezembers 2021 die einzelnen Module vorstellen. Um die Diskussion zu ermöglichen verlinken wir das jeweilige Modul mit einem Blogbeitrag und schalten dort die Kommentarfunktion frei. Wir laden euch herzliche ein, den Links zu folgen.

Doch warum hat das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg überhaupt das Projekt Kiez erFahren auf den Weg gebracht? Dazu Christiane Heiß, die als Stadträtin das Projekt bei der Nationalen Klimaschutz Initative beantragte. 

Module

Für das Projekt Kiez erFahren wählten wir Module, die wir innerhalb der Projektlaufzeit ausprobieren und realisieren konnten. Weitere Ideen, Vorschläge und Überlegungen boten wir in Veranstaltungen an und entwickelten gemeinsam mit Anwohnenden Ideen. So zum Beispiel das Thema Lärm, Barrierefreiheit, Öffentlicher Raum und in Reaktion auf die Kampagne von changing cities das Thema Kiezblocks.

Geplant war ursprünglich ein realer Dialograum, in dem wir die Anwohnenden vor Ort treffen wollten. Dies war, aufgrund der Corona-Pandemie, leider nicht möglich. 

Wir griffen das Thema Spielstraße in praktischer Umsetzung auf, um zu erproben, wie es sich in Nachbarschaften umsetzen  und nachhaltig verankern ließe.

Zwei Mal trafen wir uns mit Sharing Anbietern und Organisationen und diskutierten mögliche Zielallianzen und eine gemeinsame Vorgehensweise für eine Lokale Verkehrswende. Diese Gespräche fanden großen Anklang, doch war es uns im Rahmen der Projektlaufzeit nicht möglich, belastbare Kooperationen für die Zukunft aufzubauen. Als langfristiges Projekt entwickelte sich aus diesen Gesprächen der Schwerpunkt des Lastenradsharings, als wichtiges Modul der Lokalen Verkehrswende. 

Lastenräder

Mobilitätserprobung

Umparkkampagne

Lastenrad als Instrument der Lokalen Verkehrswende

Die Bezirksregion Schöneberg Nord beträgt in der Ost-West-Ausdehnung ca. 3 km und in der Nord-Süd-Ausdehnung ca. 2 km. Die Nahversorgung  mit Lebensmitteln, Logistik, Familie, Einzelhandel und Gesellschaft, der öffentlichen Sektor, ÖPNV ist vorhanden. 50% aller Autofahrten sind kürzer als 5 Kilometer.

Für eine erfolgreiche Verkehrswende müssen die Transportmittel für Gegenstände und Personen (z.B. Kinder) mitgedacht werden. Aufgrund der geringen Distanzen innerhalb von Schöneberg-Nord sind Lastenräder ein Angebot, dass für viele Anwohnende eine Alternative zum privaten PKW darstellen kann.  Durch ein flächendeckendes Lastenrad-Sharing, sowohl kostenfrei als auch kommerziell, kann der private und der gewerbliche motorisierte Verkehr erheblich reduziert werden.

Dass die Bedarfe in Schöneberg Nord vorhanden sind, wissen wir aus eigener Erfahrung. Die IG Potsdamer Straße (lokaler Akteur bei Kiez erFahren) stellt innerhalb der fLotte-Berlin das Lastenrad Undine kostenfrei zur Verfügung. Das Rad ist im Schnitt zu 70% ausgebucht. Deshalb bespielten wir das Thema Lastenrad niedrigschwellig während der Projektlaufzeit.

Unser Ziele

  • Bekanntmachung der Nutzung von Lastenrädern bei den Umparker*innen
  • Vernetzung von Interessierten
  • Öffentlichkeitsarbeit für das Lastenrad

Lastenrad-Parken in Schöneberg-Nord  – Umfrage und Sachbericht

Aufgrund der laufenden Diskussionen zum Thema Lastenrad in der „Lokalen Verkehrswende“ entschloss sich das Bezirksamt zusätzlich zum Projekt Kiez erFahren eine Studie zum Thema „Sicheres Parken für Lastenräder in Schöneberg-Nord“ in Auftrag zu geben.

Der Auftrag umfasste die Analyse der Ausgangssituation und des Bedarfs in Bezug auf die vorhandene Infrastruktur und Nutzungsfaktoren in Schöneberg Nord; dann die qualitative Befragung von Nutzer*innen und die Recherche und Handlungsempfehlungen für sichere Abstellmöglichkeiten für Lastenräder

Die Online-Umfrage bestand aus 9 kurzen Fragen. Sie wurde digital geteilt und an Fahrrädern mit Türflyern befestigt. Zwischen Mai und September 2021 haben sich 110 Personen in Schöneberg-Nord beteiligt.

Fazit zu Lastenrad als Instrument der Lokalen Verkehrswende 

Niedrigschwellige Angebote Lastenräder auszuprobieren, können von Verkehrsschulen, Initiativen und bei öffentlichen Veranstaltungen angeboten werden. 

Private Anschaffungen von Lastenrädern können durch das Aufstellen von sicheren Parkplätzen ermutigt werden. 

Das Lastenrad als Alternative zum privaten PKW verdient stärkere Aufmerksamkeit und Werbung.

Das Angebot von kostenfrei angebotenen Lastenrädern durch die flotte-Berlin der ADFC sollte ausgeweitet werden.  

Die Aufnahme von Mietlastenräder in das Angebot von Sharing-Anbietern und/oder in den Jelbi-Stationen der BVG kann überlegt werden, solange es sich klar von dem Angebot der fLotte-Berlin abgrenzt. 

Den nächsten Abschnitt des Leitfadens "Mobilitätserprobung" veröffentlichen wir am 9. Dezember 2021

Eines kann man (alten) Lastenrädern nicht nehmen – ihren Charme. Wie ihr seht, hat dieses Exemplar noch lange nicht ausgedient, sicherlich könnte …

Dezember – der Monat der Rückschau. In diesem Fall auf das Projekt Kiez erFahren. Wir blicken zurück anhand des Projektleitfadens, den wir …

Samstag, den 30. Oktober 2021 Von 9.00 bis 12.30 Uhr Kurmärkische Straße 13 10783 Berlin Bring alles mit, was du selbst nicht …

Beitrag von Stadträtin Christiane HeißLeiterin der Abteilung Bürgerdienste, Ordnungsamt, Straßen- und Grünflächenamt in Tempelhof-Schöneberg Mut und Ideen sind wichtige Bedingungen der Mobilitätswende, …