Großes Interesse für Multimobilität in Schöneberg Nord

Auftaktveranstaltung

© Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

Lebendig, konstruktiv, interessiert und kritisch brachten sich die 50 Teilnehmenden bei der Auftaktveranstaltung zum Projekt Kiez erFahren ein. Gekommen waren Anwohnende genauso wie Expert*innen, Pensionäre und junge Radaktivist*innen, politische und zivilgesellschaftlich Engagierte gleichermaßen.

In ihrem Anfangsimpuls verwies Stadträtin Christiane Heiß hohe Belastung der Anwohnenden durch die Verkehrssituation in Schöneberg Nord. Wir vom Team Kiez erFahren (Maik Billing, Mascha Sondermann, Regine Wosnitza) stellten unser Projekt mit seinen Modulen und Zielen vor. Die Präsentation kann hier heruntergeladen werden.

Wichtige Eckpunkte des Projekts sind die Einbindung der Anwohnerschaft, praktische Schritte hin zu mehr Multimobilität im Alltag und der Beitrag zu mehr Klimaschutz. Wir wollen gemeinsam erfahren, wie ein Leben ohne eigenes Auto möglich sein kann. Die Verringerung des mobilen Individualverkehrs und damit ein Anstieg an frei werden Parkflächen bieten Gestaltungsmöglichkeiten vor der eigenen Haustür.

© Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

In einer aktiven Phase, luden wir die Anwesenden ein, sowohl ihr mobiles Verhalten zu reflektieren, als auch Anmerkungen zu dem Projekt zu machen. Klar erkennbar ist, dass Sharing-Angebote sowohl von Autos als auch Fahrrädern kaum genutzt werden, Ein Leben ohne Auto assoziierten die meisten Menschen mit einem Beitrag zum Klimaschutz (20) und weniger Stress im Alltag (19, (TÜV, Reparatur, Stau, etc.). Auch zeigt sich hier, dass die Anwesenden sehr auf die eigenen Fahrzeuge bauen, denn vergleichsweise wenige assoziierten das Ausprobieren neuer Mobilitätsformen (9). Diese Abfragen sind nicht repräsentativ, wir nehmen sie aber sehr interessiert in unsere Arbeit mit auf.

Unserer Charlottenburger Kooperationspartner*innen vom Projekt Neue Mobilität Berlin berichteten von ihren Erfahrungen und konnten unter anderem darauf hinweisen, dass für Multimobilität allgemein und die Teilnahme an der Umparkerkampagne ein Smartphone zwar hilfreich ist, dass es aber auch andere Möglichkeiten gibt, sich analog daran zu beteiligen. Diese Hinweise werden wir an anderer Stelle ausführlich erläutern. Auch über den Mobi-Hub von Jelbi, der demnächst im Projektgebiet am Nollendorfplatz entstehen wird, erhielten die Anwesenden Informationen aus erster Hand.

Wir vom Team sind uns sicher, dass wir einen Beitrag zur lokalen Verkehrswende in Schöneberg Nord leisten können. Dabei wollen wir mit allen Nachbar*innen ins Gespräch kommen, Informationen anbieten und auch bei den Ideenwerkstätten praktisch tätig sein.

Herzlich begrüßen wir die inzwischen circa 10 Kontaktaufnahmen von Nachbar*innen, die sich an der Umparkerkampagne im September 2020 in den Kiezen Dennewitzplatz und Nollendorfkiez beteiligen möchten.  

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